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Vientiane - Patou Say

Patou Say, der gewaltige Triumphbogen am Ende der Lane Xang, dominiert das Stadtbild. Errichtet wurde das Tor seit Ende der 1960er-Jahre und zwar ursprünglich als "Denkmal für die Helden der königlichen Armee". Als 1975 die Pathet Lao die Macht übernahmen, wurde das gewaltige Betongebilde für 20 Jahre namenlos. Gemeinhin war es schlicht als Denkmal, laotisch Anousavali , bekannt. Zum 20. Jahrestag der Machtergreifung im Jahre 1995 erhielt der Triumphbogen eine neue Widmung "Den Helden des 23. August 1975" (Tag der Machtübernahme in Vientiane).
Während des sich uber die Jahre erstreckenden Baus hatten spitzzüngige Journalisten dem gewaltigen Betonklotz noch einen Beinamen verpasst: Denkmal der Plünderr der Staatskasse. Immer wiedr bewilligte das Parlament neue Mittel für den Baus des an das Pariser Vorbild erinnernden Torbogens, ohne je zu einem Ende zu kommen. Zement, den die USA eigentlich zum Baus eines Flugplatzes gedacht hatten, fand hier Verwendung. Aber nicht allein hier. "Plünderer der Staatskasse" spielt nämlich darauf an, dass jede Menge Baumaterial in andere Kanäle abgezweigt wurde und eine erkleckliche Zahl "Kinder von Anousavali" entstanden, jedoch in gefälligerer Form von Villen und Wohnhäusern.

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Heute zeigt der noch immer unvollendete Klotz die Bemühungen, einen westlichen Kolossalbau mit orientalischem Putz leichter aussehen zu lassen. Zuckerbäckertürmchen und Skulpturen aus der indischen Mythologie schmücken den ansonsten trostlosen Beton. Magisch kehren die Zahlen 4 und 7 in den Abmessungen des Bauwerks immer wieder, die vier Säulen messen 4 mal 4 Meter, das Gesamtbauwerk ist 7 mal 7 Meter hoch. Mit seinen vier Toren ist es dem Pariser Vorbild um das Doppelte überlegen. Die Geschosse im Innern und die oberen Plattformen werden durch allerlei Verkaufsstände des üblichen touristischen Warenangebots genutzt. Ein paar Handler versuchen so, das Beste aus der exponierten Lage zu machen.
Von der obersten Ampel und den Plattformen bietet sich ein weiter Rundblick über Vientiane. Erst von hier oben wird deutlich, wie grün und weit auseinander gezogen die laotische Metropole immer noch ist. Neben dem Blick auf die umliegenden Regierungsgebäude, das Amt des Premierministers (einst Sitz des Parlamentes) und darunter das fensterlose Betonungeheuer, in dem die USAID einst ihr Hauptquartier hatte, sieht man vom Turm auf den winzig erscheinenden That Luang, die Avenue Lane Xang und die selten Palmgipfelhöhe überragende Skyline von Vientiane. Den nett anzusehenden Park Patou Say spendete der malazsische Premierminister anlässlich seines Besuches 1995.
Sowohl im Park, als auch unmittelbar vor dem Tor befinden sich je ein Brunnen (ca. 15 Meter Durchmesser) in denen eine Wasserorgel betrieben wird. So ergeben sich zu laotischer Musik herrliche Wasserspiele.

Geöffnet: 08.00-17.00 Uhr
Eintritt: 5.000 Kip (Januar 2005)

WICHTIG:
Auf den Plattformen ist das Fotografieren und Filmen strengstens verboten.
Nach dem Ticketverkauf erfolgt eine Sicherheitskontrolle: Dursuchung mitgeführter Taschen, Leibesvisitation

Ein Hinweis auf das Film- und Fotografierverbot ist leider erst auf den Plattformen zu sehen.

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